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Ein paar Gedanken zu redaktionellen Websites

Posted: Juli 9th, 2010 | Author: Nick | Filed under: Online Konzeption | No Comments »

Bei der Recherche und Konzeption für den Pitch um ein redaktionelles Portal habe ich mir in den letzten Wochen viele Gedanken über redaktionelle Inhalte im Netz gemacht. Das sind die Ergebnisse:

1. Einfachheit gewinnt

Wenig ist derzeit noch so in Stein gemeißelt wie der Aufbau redaktioneller Websites: Header, horizontale Navi, linke Contentspalte, großer Aufmacher am Anfang, endlose Seite, rechte Marginalienspalte. Ich denke, das wird sich ändern. Redaktionelles Design wird wieder einfacher werden, sehr “griddy”. Also weg mit der rechten Spalte, in der all das untergebracht wird, was keiner liest. Weg mit 83 unterschiedlichen Teaser-Größen, die nicht priorisieren, sondern verwirren. Die NYTimes macht es mit ihrem Newsskimmer vor. Das iPad und der wunderschöne Pulse Reader zeigen wie Interfaces in Zukunft für redaktionelle Seiten funktionieren: Einfach, übersichtlich, zum Stöbern und Blättern einladend.

NYTimes Newsskimmer

Pulse Reader

2. Content: Premium vs. Free

Mit redaktionellem Content wird in den seltensten Fällen Geld verdient. Der Grund ist einfach: im Netz gibt es für jedes Thema guten Content, der kostenlos ist. Nur wenige Medien bieten so hochwertigen Content an, dass Menschen dafür Geld zahlen würden. Lediglich die großen Zeitungsmarken wie Spiegel Online in Deutschland oder eben die NY Times sind auch online so stark, dass sie auch mit Paid-Content erfolgreich wären.

Für alle anderen gilt: sie werden nicht so viel Geld mit ihren Seiten verdienen, dass sie eine gute Redaktion auf Dauer bezahlen können. Die Alternative ist die Integration externer Inhalte: das Portal nimmt nur noch die grobe Selektion vor, die Inhalte kommen von externen Blogs und News-Sites. Alltop macht bereits vor, wie es  funktionieren kann.

Alltop

3. Blättern statt Scrollen

Der Vorteil einer gedruckten Zeitschrift oder Zeitung ist, dass der Leser pro Seite eine überschaubare Anzahl von Themen geboten bekommt. Wenn man eine endlose Website scrollt, sieht man gefühlte 100 Artikel. Ersetzt man aber das Scrollen einer Website durch Blättern (so wie es der News Skimmer bereits macht), wird der Leser wird geführt. Pro Seite kann eine redaktionelle Vorauswahl oder eine thematische Fokussierung stattfinden. Durch ein aktives Blättern wählt der Leser die nächste Seite und somit das nächste Thema aus. Dadurch wird er viel stärker geführt und hat die Möglichkeit innerhalb der Website zu blättern und zu stöbern.


Präsentationsinspiration

Posted: Juli 6th, 2010 | Author: Nick | Filed under: Digital Planning, Online Konzeption | No Comments »

Wer wie ich sein halbes Arbeitsleben mit Präsentationen verbringt, für den ist diese Zusammenstellung gut gestalteter Slides sicherlich genauso spannend.


Sind Virals tot?

Posted: November 17th, 2009 | Author: Nick | Filed under: Online Konzeption | No Comments »

Ich hatte heute morgen eine Unterhaltung, in der es um Virals ging. Vor allem ging es darum, wie man ein gutes Viral macht. Nach und nach kam mir der Gedanke, dass es überhaupt keine guten Virals mehr gibt. Diese Kommunikationsform hat sich einfach selbst übersättigt. Jeder wollte in den letzten 5 Jahren ein Viral machen, einen kurzen Film, den alle weiterschicken und der nichts kostet und so. Es gab ein paar sehr gute und erfolgreiche Virals, aber es gab noch viel mehr schlechte, die kaum jemand gesehen hat. Ich glaube, das Thema ist durch. Niemanden interessieren diese Filme noch ernsthaft. Kein Mensch ist schockiert von nackten Brüsten und ein wenig Blut, Fakes werden im dritten Kommentare als eben solche enttarnt.

Die neuen Virals sind Online-Kampagnen, die Interaktion fördern. Wie zum Beispiel die Aktion von Sony “Color Tokyo”

oder die Banner Concerts von Axion.
Hier geht es um Inhalte und um Partizipation. Daher entwickeln sie auch ein virales Potential und verbreiten sich. Verwackelte Filme, bei denen jemand unglücklicht stürtzt, kann man sich ja auch bei Super RTL anschauen.


Portfolio

Posted: Oktober 23rd, 2009 | Author: Nick | Filed under: Online Konzeption | Tags: , | 1 Comment »

Ich arbeite zur Zeit an einem neuen Portfolio und nutze dafür Cargo, ein extrem benutzerfreundliches und klar gestaltetetes CMS. Cargo wurde speziell für die Darstellung von Portfolios entwickelt und befindet sich zur Zeit im Beta-Status. Wer aber ein wenig CMS-Erfahrung hat, wird damit schnell zurecht kommen. Zur Auswahl stehen eine Handvoll Templates, die alle super aussehen. Die Stylesheets können darüber hinaus individuell angepasst werden. Und das beste: ist zur Zeit noch Umsonst.

nk_portfolio

Gleichzeitig arbeiten wir an der Pivot Media Website. Und: sie ist bald fertig. Das wir den Tag noch erleben dürfen… Viel Video, viel Fullscreen – also das komplette Gegenteil von meinem reduzierten Portfolio.


OmniGraffle

Posted: September 17th, 2009 | Author: Nick | Filed under: Online Konzeption | Tags: , | No Comments »

Ich habe ein neues Lieblingsprogramm: OmniGraffle. Ist das geilste Programm, wenn man Wireframes, Diagramme oder andere Infografiken erstellen will. Mit Photoshop ist man nach einer Stunde Wireframes erstellen genervt, vor allem kann man in der Zeit auch gleich richtig gestalten. Und wer schon mal versucht hat in Keynote eine komplexe Navigationsstruktur zu erstellen, der wird dieses Programm zu schätzen wissen.

omnigraffle