Schweizer Design
Posted: Juli 31st, 2009 | Author: Nick | Filed under: Allgemein | No Comments »auch im Flugzeug. So, zurück ausm Urlaub und weiter gehts…

auch im Flugzeug. So, zurück ausm Urlaub und weiter gehts…

“Macht doch mal was mit Twitter und YouTube!” Ja, genau. Lass mal was machen. Irgendwas. Hauptsache social und 2.0.
Ich habe das in den letzten Wochen bei zwei völlig unterschiedlichen Projekten erlebt. Der Kunde wirft Begriffe wie Social Media oder Web 2.0 in den Raum und wünscht sich, dass man diese Dinge noch schnell in das Projekt einbaut. Weil: macht man jetzt ja so. Nur: was nützt ein Twitter-Account, wenn man nix zu erzählen hat. Wozu ein Facebook-Profil, wenn man nur verkaufen will?

Ich versuche dann immer folgendes klarzumachen: Twitter, Facebook, YouTube oder was auch immer sind Kanäle. Spezialisierte Kanäle im großen Kanal Online. Und diese Kanäle leben nur und ausschließlich von Inhalten. Es sind keine Werbeblöcke zur Prime Time. Eher sind sie der Spielfilm zur Prime Time. “Social Media” besteht nicht umsonst zur einen Hälfte aus dem Begriff Social, der, tadaaa, soziales Verhalten impliziert. Wenn man diese Kanäle kommerziell nutzen möchte, hat man nur eine einzige Möglichkeit: spannende Inhalte bereitstellen. Dann gibt es die Möglichkeit (und noch lange nicht die Garantie), dass die Kunden sich dafür interessieren. Das bedeutet aber auch, dass die werbliche Information spannender sein muss, als sagen wir mal Videos von dämlichen Skateboardern, dem Tweet von Demi Moore oder den Party-Fotos der Ex bei Facebook. Ziemlich hohe Anforderungen an Werbung.
Wenn jemand also vor hat diese Kanäle für seine Markenkommunikation zu nutzen, dann muss ihm bewusst sein, dass er sich viel vor nimmt. Und es sollt ihm bewusst sein, dass zuerst die Idee entstehen muss, erst dann können wir über die sinnvollen Kanäle sprechen. Aber: wenn es funktioniert, dann funktioniert es richtig. Die Interaktion und Partizipation der Kunden wird viel größer sein als bei einer klassischen Kampagne, die Nachrichten, die per Word-of-Mouth weitergetragen werden, sind glaubwürdiger und effektiver, und schließlich wird die Marke davon langfristig profitieren. Nur eine Bitte von mir: verwechselt nicht Kanal und Idee.
Wir arbeiten gerade an einem Konzept für Bewegtbildkommunikation. Das sieht so aus:

Viele Post-Its, die wir fröhlich hin und her schieben und mit lustigen blauen und roten Pfeilen verbinden. Wir nennen sowas “Konzept”.
Fehlermeldung von Firefox.
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Die wichtigste Lektion, die ich bei Nordpol+ gelernt habe: Es geht nichts über einen guten Filterkaffee am Montag morgen. Wer braucht schon den ganzen Latte-Chi-Chi…