Lazertits
Posted: Juli 21st, 2010 | Author: Nick | Filed under: Dies das, Digger | No Comments »Das ist mal ganz große Kunst. Und total heftige Effekte gibt’s gleich obendrauf.
Das ist mal ganz große Kunst. Und total heftige Effekte gibt’s gleich obendrauf.
Was für ein schönes Video. Wieso sind nicht alle Produkt-Videos so gefilmt?
Gourmet presents the Quattro Skate from Gourmet NFN on Vimeo.
Bei der Recherche und Konzeption für den Pitch um ein redaktionelles Portal habe ich mir in den letzten Wochen viele Gedanken über redaktionelle Inhalte im Netz gemacht. Das sind die Ergebnisse:
1. Einfachheit gewinnt
Wenig ist derzeit noch so in Stein gemeißelt wie der Aufbau redaktioneller Websites: Header, horizontale Navi, linke Contentspalte, großer Aufmacher am Anfang, endlose Seite, rechte Marginalienspalte. Ich denke, das wird sich ändern. Redaktionelles Design wird wieder einfacher werden, sehr “griddy”. Also weg mit der rechten Spalte, in der all das untergebracht wird, was keiner liest. Weg mit 83 unterschiedlichen Teaser-Größen, die nicht priorisieren, sondern verwirren. Die NYTimes macht es mit ihrem Newsskimmer vor. Das iPad und der wunderschöne Pulse Reader zeigen wie Interfaces in Zukunft für redaktionelle Seiten funktionieren: Einfach, übersichtlich, zum Stöbern und Blättern einladend.

2. Content: Premium vs. Free
Mit redaktionellem Content wird in den seltensten Fällen Geld verdient. Der Grund ist einfach: im Netz gibt es für jedes Thema guten Content, der kostenlos ist. Nur wenige Medien bieten so hochwertigen Content an, dass Menschen dafür Geld zahlen würden. Lediglich die großen Zeitungsmarken wie Spiegel Online in Deutschland oder eben die NY Times sind auch online so stark, dass sie auch mit Paid-Content erfolgreich wären.
Für alle anderen gilt: sie werden nicht so viel Geld mit ihren Seiten verdienen, dass sie eine gute Redaktion auf Dauer bezahlen können. Die Alternative ist die Integration externer Inhalte: das Portal nimmt nur noch die grobe Selektion vor, die Inhalte kommen von externen Blogs und News-Sites. Alltop macht bereits vor, wie es funktionieren kann.

3. Blättern statt Scrollen
Der Vorteil einer gedruckten Zeitschrift oder Zeitung ist, dass der Leser pro Seite eine überschaubare Anzahl von Themen geboten bekommt. Wenn man eine endlose Website scrollt, sieht man gefühlte 100 Artikel. Ersetzt man aber das Scrollen einer Website durch Blättern (so wie es der News Skimmer bereits macht), wird der Leser wird geführt. Pro Seite kann eine redaktionelle Vorauswahl oder eine thematische Fokussierung stattfinden. Durch ein aktives Blättern wählt der Leser die nächste Seite und somit das nächste Thema aus. Dadurch wird er viel stärker geführt und hat die Möglichkeit innerhalb der Website zu blättern und zu stöbern.
Wer wie ich sein halbes Arbeitsleben mit Präsentationen verbringt, für den ist diese Zusammenstellung gut gestalteter Slides sicherlich genauso spannend.
Tolles Video von Jakob Nylund. Sehenswert ist auch sein Foto-Blog.
Super Lied, geiles Video. Ich steh’ ja auf Typo, die perspektiv in der Landschaft steht. Unter anderem schon mal gesehen beim Intro für Panic Room.
Jay-Z (von Gregory Solenström)
via Artschoolvets
Panic Room Opening Sequence
Ich habe diesen Spot ja schon mal im Fernsehen gesehen, aber da ist er nicht halb so geil wie in dieser Version. Danke, Anomaly!
via Creative Social
Wenn ich gefragt wurde, was ich eigentlich beruflich mache, konnte ich es auch lange Zeit nicht wirklich beantworten. Um so schöner ist es zu sehen, dass es anderen Leuten nicht anders geht. Zum Beispiel Ouigi Theodore, dem Gründer und Creative Director des Shops und Labels BK Circus (werde ich mir in SF auf jeden Fall einmal genauer ansehen).
Vor kurzem las ich diesen Artikel über die Vor- und Nachteile der Selbstständigkeit. Eine spannende Diskussion, vor allem, weil es immer mehr gut ausgebildete Menschen geben wird, die in den nächsten Jahren Freelance-Jobs der Festanstellung vorziehen werden.
Ich bin inzwischen seit fast 2,5 Jahren selbstständig. Und ich sehe das so:
Nachteile:
Seien wir ehrlich: es ist scheisse, wenn es nicht läuft. Und dann ist es doppelt scheisse. Du hast Zeit, kannst sie aber nicht genießen, weil dir das Geld ausgeht und die lieber arbeiten würdest. Das bedeutet, erstens, als Selbstständiger sollte man zumindest mal mit unsicheren Zeiten umgehen können (kann ich nicht). Und, zweitens, richtig Spaß macht es erst, wenn es gut läuft.
Vorteile:
Wenn es läuft, ist es das beste, was man machen kann.
- Erfahrung: man lernt in kurzer Zeit so viel. In den letzten 2,5 Jahren konnte ich so viel Wissen aus so vielen unterschiedlichen Bereichen aufsaugen wie ich es in einer Festanstellung wohl nie gekonnt hätte.
- Man kommt rum: Andere Agenturen, andere Leute, andere Kunden, andere Arbeitsweisen. Man lernt Leute kennen und sieht, wie unterschiedlich Menschen in der selben Branche ticken können.
- Freiheit: Na klar, tausend mal gehört. Aber es ist wahr. Nur als Selbstständiger hat man die Freiheit Jobs abzulehnen, nach seinem eigenen Rythmus zu arbeiten (meistens) und vor allem die Dinge zu realisieren, die man schon immer machen wollte.
- Geld: Butter bei die Fische, wenn es läuft, verdient man gutes Geld. Davon muss man sich natürlich auch sein gesamtes Arbeitsgerät kaufen, evtl. ein Büro mieten, Steuerberater bezahlen, Krankenkasse und Rente bezahlen, und dann sollte man noch ein kleines Polster haben, wenn mal nichts geht.
In den letzten Monaten habe ich ein, zweimal darüber nachgedacht ein gutes Angebot für eine Festanstellung anzunehmen. Aber immer wenn ich genauer drüber nachgedacht habe, wurde mir klar, dass ich nur in der Selbstständigkeit so arbeiten kann wie ich mir das immer vorgestellt habe.
Ich habe gerade in WordPress meine Entwürfe durchgesehen, und dabei ist mir dieses Video aufgefallen. Ist ganz hübsch gemacht, warum also nicht veröffentlichen?